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Ankündigung der Zusammenarbeit mit Behindertenverband Leipzig e.V.

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Dieser Post ist Teil einer Postreihe mit den folgenden Blogposts:

  1. Ankündigung der Zusammenarbeit mit BVL
  2. Über Erstellung der CSV-Datei mit Gebäudeinformationen und Barrierefreiheit
  3. Analyse des Datenmanagements des Behindertenverband Leipzig e.V.
  4. Treffen mit Interessenvertretern zur Vorstellung des Gebäude-Navigators (Open Data Show-Case)

Im Rahmen des LEDS-Projekts geben wir die Kooperation mit dem Behindertenverband Leipzig e.V. bekannt. Die Zusammenarbeit wird im Rahmen des Arbeitspakets ASP-F erfolgen, welches sich mit dem Thema E-Government und dabei u.a. auch mit Open Data befasst. Bevor die Art der Zusammenarbeit näher erläutert wird, möchten wir den BVL kurz vorstellen und einen Einblick in seine Arbeit geben.

Über den Behindertenverband Leipzig e.V.

Der BVL ist einer der Interessenvertreter von Menschen mit Behinderung und kümmert sich seit 1990 um deren Anliegen. Im Rahmen seiner Arbeit wurden zahlreiche Projekte initiiert, u.a. eine Beratungsstelle für barrierefreies Bauen und Tourismus sowie für Wohnraum-Anpassung für Menschen mit Behinderung und im Alter. Eine Dauerausstellung zur Wohnraum-Anpassung wird seit 2000 im Rahmen einer AG aufgebaut und ständig weiterentwickelt sowie eine Sozial- und Hilfsmittelberatung angeboten. Zur Sensibilisierung für die Schaffung von Barrierefreiheit werden Weiterbildungsveranstaltungen durchgeführt und Lern- sowie Anschauungsmaterialien wie Bücher und Spiele entwickelt. 50 vom BVL entwickelte Lernkoffer stehen sachsenweit zur Ausleihe zur Verfügung. Die Weiterbildungsarbeit wurde mehrfach preisgekrönt. 1992 wurde der erste Stadtführer als Ringbindung herausgegeben, seit 1996 erfolgt die Erstellung und Pflege des Online-Stadtführers für ein barrierefreies Leipzig.

Online-Stadtführer als Hauptgegenstand der Zusammenarbeit

Der Online-Stadtführer bildet den Hauptgegenstand der Zusammenarbeit. Hinter ihm steht eine, vom BVL gepflegte, Datenbank mit über 2600 öffentlichen Gebäuden und Plätzen in Leipzig. Jedes Gebäude und jeder Platz wurde nach der Eignung für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen klassifiziert. Damit ist gemeint, dass für jeden Ort hinterlegt wurde, welche Vorrichtungen, bspw. eine Rollstuhl-Rampe, vorhanden sind, damit Menschen mit Behinderung Zugang zu dem jeweiligen Ort und seinem Angebot erhalten. Es wurden jedoch nicht nur Angaben zur Mobilität gemacht, sondern auch Informationen über viele andere Zugangshilfen hinterlegt. Für Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen (blind, gehörlos) gibt es, falls vorhanden, genaue Beschreibungen der Angebote vor Ort. So findet man z.B. über die Stadtbibliothek Leipzig, dass es Hörschleifen für Menschen mit Hörschädigung gibt. Diese helfen den Betroffenen, trotz ihrer Hörschädigung, Vorträgen und Veranstaltungen lauschen zu können.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem BVL gibt es verschiedene Ziele. Zum einen möchten wir ihm dabei helfen, die erwähnte Datenbank einer größeren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. In diesem Zuge wird die Datenbank in eine maschinenlesbare CSV-Datei überführt und als Download angeboten. Zum anderen möchten wir gern mehr darüber wissen, wie der BVL über die Jahre hinweg, einen solchen Datenschatz aufgebaut und gepflegt hat. Im Rahmen der Zusammenarbeit möchten wir näher untersuchen, auf welche Art und mit welchen technischen Mittel der BVL die Daten erhoben, verfeinert und über die Zeit pflegt. Daraus möchten wir Best Practices für das LEDS-Projekt ableiten, welche aufbereitet später weiteren Interessenten zur Verfügung gestellt werden sollen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Hauptansprechpartner:

  • Gunther Jähnig (Geschäftsführer des Behindertenverband Leipzig e.V.)
  • Konrad Abicht (Universität Leipzig)

asp-f, barrierefreiheit, bvl, gebäude, open data